Über das Dunkle Land so wie es heute aussieht ist recht wenig bekannt. Kein Wunder - dort herrschen die N'dragoth und niemand aus Cammuoria würde sich freiwillig in das Dunkle Land begeben. Ehedem war es ein fruchtbarer Landstrich. Geschützt durch die Kette der Eisenberge hatte es klimatisch äußerst günstige Bedingungen für Landwirtschaft. Am Ufer des namenlosen Sees gab es früher sogar eine kleine Stadt,die einstmals florierte. Im Zuge der Schlacht am Nimwein-Fluss und des damit verbundenen Rückzuges der N'dragoth wurde diese Stadt jedoch völlig zerstört und dem Erdboden gleich gemacht. Nichts erinnert heute mehr daran, dass dort einst in den Gassen und Schänken fröhliches Leben herrschte.
Dunkel und öde ist das Land heute. Es herrscht stets eine dämmrige Stimmung und die Luft ist heiß und stickig. Melancholie liegt wie eine schwere Decke über dem Land und erstickt jeglichen Gedanken an Freude oder die ehemalige Schönheit dieses Landstriches.
N'dragoth, die größtenteils als Einzelgänger leben, streifen durch das Land und vom Turm der Magier aus kann man häufig beobachten, wie sich der Himmel über dem Dunklen Land unnatürlich verändert - Blitze zucken dann fahl über den Horizont und mächtige Wolkenschichten türmen sich drohend auf. Diese Zeichen geben Aufschluss darüber, dass die N'dragoth ihren Kampf um die Vorherrschaft noch nicht aufgegeben haben. Der Drachenpass im Osten des Dunklen Landes ist der einzig natürliche Zugang dorthin, außer man versucht die Kette der Eisenberge zu bezwingen. Doch gibt es noch einen anderen, fast vergessenen Zugang: Die Zwerge verfügen über eine Pforte des Lichtes im Dunklen Land. Diese ist jedoch schon seit langem verschlossen und wird von den Hütern des Lichtes gut bewacht. Im Bewusstsein der Menschen und Elfen ist diese Pforte schon fast verschwunden. Die N'dragoth hingegen wissen sicherlich noch davon - bietet es doch einen Weg, in das Zwergenreich Granol 'Ur einzudringen. Doch dazu sind sie offensichtlich noch nicht stark genug.
Eine unnatürliche Stille herrscht im Dunklen Land vor. Kein fröhliches Vogelgezwitscher, keine Tiere, die fröhlich im Geäst von Bäumen herumturnen. Selbst die Pflanzenwelt strahlt den Hauch von Krankheit und Unglückseligkeit aus. Nichts gedeiht richtig und die meisten Pflanzen sind verkümmert und bräunlich. Fahl aussehende Flechten, die mit wenig Licht auskommen, überziehen die Felsen der Eisenberge - wohl die einzigen Pflanzen, die sich dort wohlfühlen.