Gekämpft wurde in Cammuoria schon sei je her mit allem, was nur irgendwie nach Hieb-, Stich-, Wurf oder sonstiger Waffe aussah. Nur mit Magie alleine ist noch keine Schlacht gewonnen worden.
Bauern bewaffneten sich mit dem, was auf ihrem Hof so zu finden war: Knüppel, Forken, Dreschflegel und Mistgabeln. Waffen im eigentlichen Sinn konnten sie sich nicht leisten - und können das bis heute nicht. Krieger hingegen - egal aus welchem Volk - sind meist gut und praktisch bewaffnet. Einige der Waffen haben einen legendären Namen, sie haben Großes vollbracht.

Einige dieser Waffen sollen hier vorgestellt werden. Die beiden hier abgebildeten Waffen spielten in der Schlacht am Nimweinfluss eine große Rolle. Als die Niederlage drohte, wehrte Prinz Windlor mit dem Speer eine der von den N'dragoth erschaffenen geflügelten Kreaturen ab, die an strategisch wichtiger Stelle angriffen. Zielgenau schleuderte der Prinz den Speer und traf das Wesen an seiner einzig verwundbaren Stelle. Sein Bruder Raghnar beobachtete das Geschehen und galoppierte auf seinem Pferd so schnell er konnte zu der Stelle, an der das Wesen abstürzen würde. Noch bevor die schwer verletzte kreischende Kreatur den Boden berührte, hieb Raghnar ihm mit einem mächtigen Schlag den Kopf ab. Die Angreifer waren durch diese Aktion der Brüder verunsichert und die Kampfeswut ließ sichtlich nach - Galten die erschaffenen Wesen doch als nahezu unverwundbar. Seit dieser Begebenheit trägt die Lanze den Beinamen "Hoffnung" und die Hellebarde Raghnars wird "Vollstrecker" genannt.
Eine andere Geschichte erzählen die beiden berühmten Dolche. Der geflügelte Drachendolch und der "Schlitzer". Vom Drachendolch wird erzählt, dass seine Klinge im Drachenfeuer geschmiedet wurde. Genau weiß das niemand, denn so lange in Cammuoria Aufzeichnungen niedergeschrieben werden, so lange ist auch der Drachendolch immer wieder Gegenstand von Geschichten. Wie er entstand liegt im Dunklen der Zeit. Doch eines ist bemerkenswert und scheint die Geschichte zu bestätigen: So alt der Dolch schon ist - keine Scharte, kein Kratzer ist auf seiner Klinge zu finden. Er sieht heute noch so aus, als sei er eben aus dem Schmiedefeuer gekommen.
Die Herkunft des Schlitzers dagegen ist genau bekannt. Amdrach der Schmied schuf ihn. Es war seine Meisterarbeit. Zwar sieht er unscheinbar aus und könnte am Grütel jedes Söldner stecken. Wer Amdrach aber kennt, weiß, dass hier magische Kräfte am Werk sind. Einen mächtigen Elfenzauber bannte der Zwerg in den Dolch. Seine Besonderheit ist, dass er selbst bei der kleinsten Verletzung verheerende Wunden hinterlässt. Die Klinge muss einen Nachtalben nur berühren und die so verursachte Wunde wird von magischen Flammen erweitert. In vielen Fällen ist bekannt, dass das magische Feuer ganze Körperteile verzehrte.